Beschreibung

Gesundheitliche Ungleichheiten sind in Städten oft kleinräumig ausgeprägt, doch ihrer systematischen Erfassung steht häufig der Mangel an quartiersbezogenen Gesundheitsdaten entgegen. Die Abwasser-Epidemiologie bietet hier einen innovativen Ansatz: Abwasser wird nicht als Abfall, sondern als bislang kaum genutzte Informationsquelle für Gesundheitsdaten auf Bevölkerungsebene verstanden.

Die Arbeitsgruppe baut das Forschungsfeld der urbanen Abwasser-Epidemiologie systematisch auf. Ziel ist es, eine zeitnahe und räumlich präzise Erfassung gesundheitsrelevanter Parameter im Abwasser zu ermöglichen – als verlässliche Grundlage für umfassende Analysen urbaner Gesundheitslagen.

Für kleinräumige Abwasseranalysen, insbesondere im Kanalnetz, sind besondere methodische Ansätze erforderlich. Wir entwickeln daher Verfahren zur Abbildung kleinräumiger Teileinzugsgebiete sowie zur bevölkerungsbezogenen Normierung von Messwerten. Inhaltlich stehen neben Krankheitserregern und Antibiotikaresistenzen vor allem Parameter im Vordergrund, die Umweltexpositionen und Lebensstilfaktoren der Stadtbevölkerung abbilden.

Arbeitsgruppenleitung

Dr. rer. nat.
Dennis Schmiege

Stellv. Leiter des Instituts für Urban Public Health (InUPH)

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